Dieser Inhalt benötigt den Adobe Flash Player. Diesen können Sie unter http://www.adobe.com/go/getflashplayer kostenlos herunterladen.
descriptionFrau fasst sich an den Hals.
Chronische Schmerzen in mehreren Körperregionen kennzeichnen das Fibromyalgiesyndrom. Zur Entstehung der Krankheit gibt es bisher nur Theorien.
descriptionFrau liegt im Bett und hält einen Wecker.
Das Fibromyalgiesyndrom kann neben Schmerzen auch andere Symptome wie Schlafstörungen auslösen. Das macht die Diagnostik schwierig.
descriptionRadfahrer
Die Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad des Fibromyalgiesyndroms. Bei leichten Formen ist regelmäßige Bewegung oft schon ausreichend.
descriptionTabletten fallen aus der Dose.
Multimodale Therapien, Psychotherapie und Medikamente: Bei schweren Formen der Fibromyalgie sind meist weitere therapeutische Maßnahmen nötig.
descriptionFrau macht Wäsche.
Das Fibromyalgiesyndrom ist nicht heilbar. Deshalb müssen die Betroffenen lernen, im Alltag so gut wie möglich mit ihrer Erkrankung zu leben.
  • Schriftgröße normal
  • Schriftgröße mittel
  • Schriftgröße maximal

Alltag mit dem Fibromyalgiesyndrom

Das Fibromyalgiesyndrom ist eine chronische Erkrankung, die nicht heilbar ist. Ob im Privatleben oder in der Arbeit: Die Betroffenen müssen lernen, im Alltag mit der Krankheit zu leben. Dabei können beispielsweise Selbsthilfegruppen helfen.

Im Überblick



Fibromyalgiesyndrom und Familie

Viele Betroffene haben schon eine lange Leidenszeit hinter sich, wenn sie die Diagnose Fibromyalgiesyndrom (FMS) erhalten. Ihrer Krankheit einen Namen geben zu können, ist dann oft eine Erleichterung. Doch dann heißt es, mit einer unheilbaren Erkrankung umzugehen. Das ist nicht nur für den Patienten, sondern auch für die Familienangehörigen eine schwierige Situation.

Zum einen ist es schwer, von außen einzuschätzen, wie stark die Schmerzen des Betroffenen gerade sind und wie viel Unterstützung er braucht. Denn sowohl zu wenig als auch zu viel Unterstützung können zu Problemen führen, möchte der Fibromyalgiepatient doch auch weiterhin ein selbstständiges Leben führen. Zum anderen ist es vor allem für Partner meist belastend, wenn sie zusehen müssen, wie ihr Partner leidet, ohne etwas tun zu können.

Deshalb ist es sehr wichtig, dass Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom offen mit ihren Familienangehörigen sprechen. Nur wenn diese wissen, wie es ihnen geht, können sie das richtige Maß an Unterstützung und Fürsorge abschätzen und Akzeptanz und Verständnis aufbringen. Für viele jüngere Patientinnen stellt sich zudem die Frage nach eigenen Kindern.

Im Grunde spricht beim Fibromyalgiesyndrom nichts gegen eine Schwangerschaft. Bedenken im Bezug auf Schädigungen des Kindes sind unbegründet. Es kann jedoch sein, dass sich die Beschwerden während einer Schwangerschaft, in der der Rücken und die Gelenke zusätzlich belastet werden, noch verschlimmern. Zudem kann eine Medikation mit Antidepressiva zu Problemen führen. Betroffene Frauen sollten sich deshalb schon vor der Schwangerschaft mit ihrem behandelnden Arzt beraten. Zudem ist es wichtig, eine Atmosphäre zu schaffen, in der die Schwangere sich wohlfühlt, sowie schon während der Schwangerschaft, vor allem aber nach der Geburt Hilfe in Anspruch zu nehmen.
↑ nach oben

Fibromyalgiesyndrom und Arbeit

Das Fibromyalgiesyndrom geht meist mit einer verringerten Leistungsfähigkeit und verminderten Belastbarkeit einher. Vor allem Stresssituationen, monotone Arbeitsabläufe und langes Sitzen oder Stehen in der gleichen Haltung können die Beschwerden verschlimmern. Idealerweise sollten Betroffene dann zusammen mit ihrem Arbeitgeber und auch dem behandelnden Arzt über Lösungsmöglichkeiten sprechen. Eventuell können höhenverstellbare Tische und Stühle helfen, Arbeitsabläufe verändert und angepasst oder flexiblere Arbeitszeiten vereinbart werden. All das setzt jedoch natürlich eine Mitarbeit des Arbeitgebers voraus.
↑ nach oben

Eine volle Erwerbsminderungsrente wird beim Fibromyalgiesyndrom meist nicht bewilligt. Eventuell ist es möglich, eine teilweise Minderung der Erwerbsfähigkeit durchzusetzen. Der gesetzliche Rentenversicherungsträger kann Fragen zu diesem Thema beantworten. Auch eine Einstufung als Schwerbehinderter – vor allem in einem höheren Grad – der Vorteile im Arbeitsleben bringen würde, ist beim Fibromyalgiesyndrom sehr selten und kann zudem in der freien Wirtschaft Nachteile mit sich bringen. Auch hier sollten Betroffene sich von einem Experten beraten lassen.
↑ nach oben

Neue Kraft für den Alltag schöpfen: Klinikaufenthalt

Wer langfristig droht, erwerbsunfähig zu werden oder lange Zeit krankgeschrieben war, sollte über eine Rehabilitation oder Kur nachdenken. Diese kann dabei helfen, wieder neue Kräfte für den Alltag zu schöpfen.

Wichtig ist, eine Kur rechtzeitig bei der Krankenkasse zu beantragen. Denn oft dauert es lange, bis sie bewilligt wird. Die Krankenkasse wählt dann die Klinik aus, in der die Rehabilitationsmaßnahme durchgeführt werden soll. Achten Sie darauf, dass die Klinik mit dem Fibromyalgiesyndrom vertraut ist. Denn Einrichtungen, die rein auf psychosomatische Erkrankungen spezialisiert sind, haben sich beim Fibromyalgiesyndrom als wenig wirksam erwiesen. Setzten Sie sich gegebenenfalls bei der Krankenkasse für eine besser geeignete Klinik ein.

Ähnlich den allgemeinen Therapieempfehlungen arbeiten auch Fachkliniken beim Fibromyalgiesyndrom mit Bewegung, multimodaler Therapie, Medikamenten und Psychotherapie. Zudem werden die Patienten geschult. Wichtig ist vor allem, dass der Betroffene das, was er während der Rehabilitationsmaßnahme gelernt hat, auch im Alltag fortführt. Nur so kann der Therapieerfolg lange Zeit anhalten.
↑ nach oben

Selbsthilfegruppen

Eine weitere Möglichkeit, die dabei hilft, im Alltag besser mit dem Fibromyalgiesyndrom umgehen zu können, sind Selbsthilfegruppen. Häufig wirkt es schon erleichternd, auf andere Menschen mit der gleichen Krankheit, den gleichen Beschwerden und den gleichen Sorgen zu treffen. Zudem bieten Selbsthilfegruppen neben ausführlichen Informationen meist auch Kontakte zu Ärzten sowie Therapeuten und organisieren Gesprächskreise und gemeinsame Aktivitäten.
↑ nach oben

Adressen und Links

Deutsche Fibromyalgie-Vereinigung e.V.
Waidachshofer Str. 25
74743 Seckach
Tel.: 06292 / 92 87 58
Beratungstelefon: 06292 / 92 87 60
Fax: 06292 / 92 87 61
E-Mail: info@fibromyalgie-fms.de
Internet: www.fibromyalgie-fms.de

Fibromyalgie-Liga Deutschland e.V.

Monika Jäger (stellvertretende Vorsitzende)
Friedenstraße 36
57392 Schmallenberg
Tel.: 02974 / 83 36 07
Fax: 02974 / 83 36 10
E-Mail: info@fibromyalgie-liga.de
Internet: fibroliga.alfahosting.org/index.php

Deutsche Rheuma-Liga Bundesverband e.V.
Maximilianstraße 14
53111 Bonn
Tel.: 0228 / 76 60 60
Fax: 0228 / 76 60 620
E-Mail: bv@rheuma-liga.de
Internet: www.rheuma-liga.de
↑ nach oben

Frau hält sich den schwangeren Bauch.
© Thinkstock
Kinderwunsch: Gegen eine Schwangerschaft spricht beim Fibromyalgiesyndrom nichts. Die Symptome können sich jedoch etwas verstärken und eine Therapie mit Antidepressiva muss angepasst werden.
Geschäftsmann am Schreibtisch.
© Thinkstock
Veränderungen: Langes Sitzen in der Arbeit kann die Symptome des Fibromyalgiesyndroms noch verstärken. Betroffene sollten gemeinsam mit dem Arbeitgeber nach Lösungsmöglichkeiten suchen.
Stuhlkreis
© Thinkstock
Selbsthilfegruppen: Menschen mit dem Fibromyalgiesyndrom hilft es in vielen Fällen, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen. In Gesprächskreisen können sie sich mit Personen mit den gleichen Beschwerden austauschen.